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SOZIALVERHALTEN UND SOZIALISATION


Der Mensch ist ein soziales Wesen. Er setzt sich beim Denken und Handeln zu anderen Menschen in Beziehung. Er sucht andere Menschen, teilt sich ihnen mit, will mit ihnen sprechen, spielen, teilen, streiten, lernen und so weiter.

M. BUBER: Ich werdend spreche ich du.

A. ADLER schreibt dem Menschen einen „Urwunsch nach Zugehörigkeit“ zu.

Ein wichtiger Prozess in der Entwicklung während der gesamten Lebensspanne zielt also darauf ab, dass man lernt, sich in Gruppen einzuordnen, sich darin wohl zu fühlen, angemessen zu kommunizieren, sich zu behaupten und Konflikte konstruktiv auszutragen. Die Verhaltensregeln einer Gruppe müssen ebenso wie die kulturellen Werte, die in der Gesellschaft herrschen, erlernt werden. Diesen Prozess nennt man Sozialisation.

Die Sozialpsychologie beschäftigt sich unter anderem mit dem Sozialverhalten des Menschen und der Art, wie sich die Formen sozialer Verhaltensweisen äussern und im Laufe des Lebens entwickeln. Unter anderem werden Themen wie Gehorsam, Machtmissbrauch etc. aus sozialpsychologischer Perspektive beleuchtet. Weiter interessiert auch die Frage, wie Einstellungen im Laufe des Lebens erworben werden und wie sich solche allenfalls verändern können.
Aus pädagogischer Sicht werden die Bedeutung der Erziehung für die Entwicklung des Sozialverhaltens und die Auswirkungen von fehlender oder nicht ausreichender Erziehung thematisiert. Hier  wird das moralische Urteilen nach L. KOHLBERG und ethisches Handeln thematisiert.

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