PERSÖNLICHKEIT
Warum haben einige Menschen Erfolg und andere nicht? Warum nehmen die Menschen Dinge auf unterschiedliche Weise wahr? Warum gibt es verschiedene Talente? Warum werden einige Menschen unter gleichen Lebensbedingungen psychisch krank und andere nicht?
Liegt das an ihrer Persönlichkeit?
„Persönlichkeit“ meint die einzigartige Struktur von relativ konstanten und doch sich verändernden Merkmalen eines Menschen, die ein beständiges Verhaltens- und Erlebensmuster zur Folge haben.
Etymologisch bedeutet „Person“ „Antlitz“, „Gesicht“, „Maske“, „Larve“ oder auch „die Rolle im Leben“.
Zur Persönlichkeit gehören neben dem beobachtbaren Verhalten (Aussehen etc.) auch Denkprozesse (Einstellungen etc.) und Affekte (Stimmungen etc.). Diese Persönlichkeitseigenschaften müssen messbar oder beobachtbar sein.
Innerhalb der Psychologie befasst sich die Persönlichkeitspsychologie vor allem mit den individuellen psychischen Unterschieden der Menschen und mit der Art und Weise, wie sich die Persönlichkeit im Laufe des Lebens entwickelt.
Die Pädagogik interessiert sich dafür, wie die Persönlichkeit eines Kindes bzw. Jugendlichen durch Erziehung positiv beeinflusst werden kann.
Persönlichkeitstheoretiker unterscheiden sich durch das relative Gewicht, das sie den genetischen und den umweltbedingten Faktoren zugestehen, sowie durch die Interpretation jener Mechanismen, nach welchen die Persönlichkeitsentwicklung vonstatten geht.
Alle Persönlichkeitstheorien basieren auf einem bestimmten Menschenbild. Die eine Theorie spricht von Instinkten, die andere von den sozialen Fähigkeiten. Eine Theorie geht vom freien Willen des Menschen aus, die andere von seiner Bestimmtheit und so weiter. Neben den wissenschaftlichen Fakten werden Persönlichkeitstheorien auch von persönlichen Faktoren, vom Zeitgeist sowie von philosophischen Strömungen, die charakteristisch für die jeweilige Kultur sind, geprägt.