Neuroplastizität
Nervenzelle
Unser Hirn besteht aus unzähligen Nervenzellen. Noch vor zwei Jahrzehnten dachte und lehrte man, dass das Gehirn kurz nach der Geburt fertig sei und sich danach kaum mehr ändere, abgesehen vom langsamen Absterben der Nervenzellen. Diese im Grunde pessimistische Ansicht ist falsch. Das Gehirn ist mit Abstand unser veränderlichstes Organ, wenn auch die Veränderungen nicht so offensichtlich sichtbar sind wie etwa bei einem Muskel, wenn er trainiert wird (M. SPITZER, 2005 Nervensachen. Stuttgart: Suhrkamp). Diese neue Erkenntnis zeigte auch, dass sich das Gehirn von erwachsenen Menschen weiter ändert. Wann immer wir lernen, verändern sich die Schaltkreise in unserem Gehirn, neue Maschen werden im Flechtwerk der Nervenzellen geknüpft. In Bezug z. B. auf das Glück heisst das: Mit den richtigen Übungen kann man seine Glücksfähigkeit steigern. Wir können unsere natürlichen Anlagen für die guten Gefühle trainieren, so wie wir uns eine Fremdsprache aneignen.Zurück