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MENSCHENBILDER

 

Die Psychologie und die Pädagogik haben ihren Ursprung in der abendländischen Philosophie, aus der sie sich erst im 19. Jahrhundert als eigenständige Wissenschaften entwickelten. Die Psychologie und die Pädagogik sind jedoch keine einheitlichen Wissenschaften. In der Psychologie betrachtet, versteht und analysiert man menschliches Verhalten und Erleben im Lichte von verschiedenen theoretischen Betrachtungsweisen. Diese Paradigmen liefern erst den Bezugsrahmen, die jeweilige psychologische Sprache, in der die psychischen Phänomene analysiert werden können. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, um das Erleben und Verhalten von Menschen in einer gegebenen Situation zu erklären. Mit diesen verschiedenen Erklärungsansätzen verbinden sich jeweils bestimmte Auffassungen vom Menschen, sogenannte Menschenbilder. Dasselbe gilt auch für die Pädagogik. Wie erzogen werden soll, hängt von verschiedenen theoretischen Betrachtungsweisen ab.

 

Man nennt die verschiedenen theoretischen Erklärungsansätze auch Psychologie- bzw. Pädagogikrichtungen und die daraus entstandenen therapeutischen resp. pädagogischen Methoden Therapeutische bzw. Pädagogische Schulen. Während die Psychologie- und Pädagogikrichtungen wichtige Beiträge zum theoretischen Verständnis von psychischen Phänomenen liefern, entwickeln die Therapeutischen Schulen vor allem Methoden für die Beratung, Behandlung und Therapie von Menschen mit psychischen Problemen oder Krankheiten und die Pädagogische Schulen unterschiedliche Erziehungsmethoden und Umfelder des zu erziehenden Kindes.

 

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