DENKEN, LERNEN, GEHIRN
Leben ist Lernen! Aber wo findet Lernen statt und vor allem wie?
Pädagogische und psychologische Denker befassen sich mit der Frage, wie Lernen angestossen und aufrechterhalten werden kann und welche (schulische) Bildung der Mensch braucht.
Ein Aspekt dabei ist das Lernen auf unterschiedlichen Ebenen: das behavioristische Lernen, bei dem es um das einfache Einprägen und Reproduzieren geht. Eine weitere Form ist das Lernen, mit dem die Kognitivisten sich befassen, das verstehende, entdeckende Lernen. Als aktuelles Modell wird das konstruktivistische Lernen diskutiert, das den Lernvorgang als höchst persönlich, nicht steuerbar definiert.
Diese Modelle stehen im Zentrum der Auseinandersetzung und werden anhand von Theorie, aber auch als Umsetzung in der Praxis diskutiert.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung und Optimierung des eigenen Lernverhaltens. Dabei wird unterschieden zwischen veränderbaren Faktoren wie z. B. Motivation, Prüfungsbewältigung etc. und gegebenen Faktoren wie z. B. eine Lernbehinderung, die zur Verfügung stehende Lernzeit etc.
Vertiefende Themen sind die Auseinandersetzung mit der Intelligenz, dem Denken, unterschiedlichen Begabungskonzepten und der Kreativität.
Im Bereich der Neuropsychologie werden neurologische Bedingungen des Lernens thematisiert. Es geht z. B. darum, welche Auswirkungen die Entdeckung der Neuroplastizität auf die Psychologie und ihre Konzepte hat, wie sich eine Hirnverletzung auf das Verhalten auswirken kann oder welche Erkenntnisse die Neuropsychologie im Bereich der Motivation hat.